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der Kreutzkamp's Spirituosen GmbH

Presseschau

20.06.2010, Ruhr-Nachrichten, Lünen

Fruchtige Spirituosen nach altem Rezeptschatz

Grünes Buch ist Grundlage des Erfolgs

Cappenberg. Bücher spielen im Leben von Dr. Franz-Peter Kreutzkamp eine wichtige Rolle. Einerseits als Rechtsanwalt, anderseits als historisch und literarisch interessierter Zeitgenosse, der sich über alte Schriften mit der Geschichte Cappenbergs beschäftigt.

Aber ein besonderes Buch stellt die anderen mehr oder weniger in den Schatten: Ein dicker dunkelgrüner Band mit dem Titel Rezeptschatz. Herausgegeben 1939 von Direktor Hartmann der Destillierfachschule in Thüringen.

Es bildet seit Jahrzehnten die Grundlage des Geschäftes, das Franz-Peter Kreutzkamp vor kurzer Zeit übernommen hat und das in der Familie 1654 erstmals Erwähnung findet.

Von „Brau und Fusel“ war vor 356 Jahren die Rede, das heißt, es wurde Bier gebraut und Schnaps gebrannt. Das hatte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Bestand. Dann fing Franz-Peters Urgroßvater Engelbert an, die ersten Liköre zu kreieren. Sie passten in die Zeit, wo in den Salons zur guten Zigarre ein guter Tropfen Mode war.

Zur Brennerei in Cappenberg gehörte damals auch eine ausgewachsene Landwirtschaft mit Getreideanbau für die Alkoholproduktion und Viehhaltung für die Produktionsreste.

Dieser Umfang ist Geschichte. Geblieben ist die Produktion der Spirituosen, die Vater Karl-Heinz Kreutzkamp 1952 nach dem 2. Weltkrieg wieder in Schwung brachte. Das einsetzende Wirtschaftswunder machte die Liköre wieder zur Mode. Exotische Namen „Nikolatschka“ oder „Cocktail de Paris“ zierten die Etiketten.

Doch wie bei der Bekleidung – die Mode kommt und geht – so ist es auch bei den Spirituosen. Der Trend geht im Augenblick wieder zu den fruchtigen. So erleben im Hause Kreutzkamp die Sorten Kirsch mit Rum und Orange ein Comeback, die vor Jahrzehnten schon im Regal anzutreffen waren.

Wahre Dauerbrenner sind dagegen die Cappenberger Tröpfchen, die Franz-Peter Kreutzkamp in ganz Deutschland ausliefert. Und so manche Flasche macht noch viel weitere Postwege an Menschen, denen sie ein wenig heimatliche Erinnerung bringt.

Kreiert werden die insgesamt 16 Sorten in einem Labor für Essenzen in Lauffen am Neckar. „Mein Großvater hat das noch selber gemacht“, erinnert sich Kreutzkamp an die vielen Tontöpfe, in denen damals die Geschacksstoffe aus vielen verschiedenen Kräutern entstanden. „Das muss heute präziser gehen, Grundlage sind aber immer noch die Rezepturen in dem dicken grünen Buch.

Eintrag vom: 20.06.2010