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Presseschau

21.08.2004, Ruhr-Nachrichten

„Alte Römer“ begeistern – Wirtschafts- und Kulturförderverein besuchte Trier

Selm. „Still gestanden, die Augen rechts, rührt euch.“ Zackige Kommandos auf Latein, Italienisch und verstohlen auf Deutsch („Dichter aufrücken, Willi“) brachten die Kohorten auf Vordermann.

An der Porta Nigra in Trier trafen die alten Römer auf die WiKult-Truppe aus Selm. Die Trierer Antikenfestspiele und Ruinen der Termen und des Amphitheaters erinnerten die 36-köpfige Selmer „Kohorte“ das Wirtschafts- und Kulturfördervereins auf Schritt und Tritt daran, dass Augusta Treverorum, die älteste Stadt Deutschlands, im 4. Jahrhundert unter mehreren Kaisern multikulturelle Hauptstadt das weströmischen Reiches war.

Welche wirtschaftliche Bedeutung Stadt und Kreis mit nur 230.000 Einwohnern noch heute haben, brachte Dieter Mühlenhoff den Besuchern in einem fesselnden Vortrag näher. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Trier, gebürtiger Paderborner und bis vor 16 Jahren im Vorstand der Sparkasse Coesfeld tätig, nannte die Besonderheiten der Region: Eine Arbeitslosenquote von gerade mal sechs Prozent, kaum Industrie, aber eine solide Struktur mit überwiegend mittelständischen Handwerksbetrieben, die auch von den Aufträgen im benachbarten wirtschaftlich aufblühenden Luxemburg profitieren. Täglich setzt sich in Trier eine Autokolonne in Richtung Luxemburg in Bewegung, wo zahlreiche Trierer nicht nur Arbeit fanden, sondern aus unterschiedlichen Gründen auch ein Konto unterhalten.

Und auch der Wein, das wohl angenehmste Erbe der Römer, ist von wirtschaftlicher Bedeutung. Moderne Kellertechnik und ein Ausleseprozess in den Anbaugebieten haben die Qualität des Rieslings in den letzten 15 Jahren verbessert. Die verbliebenen Winzer verdienen gut. Dieter Mühlenhoff kennt sich da aus. Der bekehrte westfälische Biertrinker hat Winzer unter seinen Kunden und inzwischen 200 Flaschen Wein in seinem privaten Weinkeller liegen. Und da die Säure nun mal zum Riesling von der Mosel gehört, empfiehlt der Bänker: „Eine Weinprobe am Ende mit zwei bis drei Glas Bier abzulöschen. Der Magen gewöhnt sich schnell daran.“

Bier auf Wein, das ist fein? Zumindest gewöhnungsbedürftig. In den Bischöflichen Weingütern in Trier kosteten die WiKult-Genießer Riesling-Sorten wie Eitelsbacher Marienholz, Wiltinger Kupp und Avelsberger Altenberg. Dieter Mühlenhoff kann künftig ein „Cappenberger Tröpfchen“ zur Beruhigung seines Magens verwenden. Überbringer war Bernhard Schreiter vom Vorstand der Sparkasse Lünen-Selm, der Mühlenhoff als Referenten gewinnen konnte...

Eintrag vom: 21.08.2004